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14.05.2014 

Guten Morgen ihr lieben und netten Menschen,

gestern hat man mich darum gebeten, ich solle ruhig weiter schreiben……

Dieser Aufforderung folge ich dann auch nur zu gern. Ich werde, sofern mich auch meine innere Muse wach küsst, jeden Tag einen „kleinen“ Beitrag schreiben……… und was soll ich euch sagen?

Sie hat es heute wieder getan *lächel*

Dann möchte ich heute beginnen, euch etwas über mich und meine Welt zu schreiben. Vielleicht findet der ein oder andere sich auch darin wieder und ihr erlebt die eure Welt ähnlich?

Also:………..

Mein Name lautet Heike, wobei ich heute nach 51 Jahren immer noch nicht weiß, ob ich den Namen mag oder ob ihn meine Eltern mir nur gegeben haben um mich zu ärgern *g* Naja…… Ich habe mich damit abgefunden und versuche auch nicht mehr, darauf eine Antwort zu finden. Übrigens, falls meine Mutti das hier lesen sollte, …….. Mutti, ich hab dich ganz doll lieb! *lächel*

Aber ich möchte eigentlich nicht über meinen Namen schreiben,…….

Also weiter im Text:

Heike, 51 Jahre jung und habe 2 wunderbare Kinder…… ein tolles Mädel 24, die mit ihrem Freund und meinem 4-jährigen Enkel zusammen lebt….. und einen tollen Sohn, der mittlerweile 27 Jahre zählt. Und um meinen Sohn geht es heute:

Mein Sohn Sascha lebt aufgrund seiner Behinderung in einem betreuten Wohnprojekt mit insgesamt 6 Bewohnern im Haus und Betreuern, die tagsüber dort sind, um beim täglichen Tagesablauf behilflich zu sein.

Ich habe ihn vor 4 Jahren  dort einziehen lassen, damit er selbstständiger und erwachsen werden kann, ohne dass ich ihn ständig *betüddel*. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich ihn mit „Sekundenkleber“ an meinen Rockzipfel geklebt, damit ihm nur ja nichts passieren kann, wenn ihr versteht, was ich meine. Heute weiß ich, dass ich einfach zu wenig Vertrauen in die Fähigkeiten meines Sohnes hatte, was mir jetzt leid tut.

Soviel, vielleicht auch zu viel zur Einleitung und dem eigentlichen, was ich sagen möchte…..

Als mein Sohn damals auf die Welt kam, hab ich gedacht: „Warum?“ Warum muss gerade mir das passieren……. warum kann dieses kleine Wesen, dass da in meinen Armen schlummert…..nicht einfach nur gesund sein?

Heute bin ich verdammt stolz darauf, dass gerade ich seine Mutter sein darf, wenn es dann schon so sein musste, dass er eine Behinderung hat! Ich sage immer ganz bewusst: „hat eine Behinderung“ und nicht „ist behindert“…..

…..Behindert sind für mich nur Menschen rund herum, die keine Verständnis für Menschen mit Behinderung haben und sie meiden, weil sie Angst vor ihnen haben, da sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.

Dabei ist es doch so einfach……Es sind Menschen, wie du und ich…..

Menschen, die uns noch beibringen können, Mensch zu sein. Menschen, die die Welt braucht und wie sie sein sollten….. voller Lebensfreude, die trotz ihres Handicaps eine Wärme ausstrahlen und für ein kleines Lächeln, ein paar nette Worte, eine nette Geste schon dankbar sind, sofern sie nicht in Mitleid ausartet……. denn das wollen sie absolut nicht!

Wie denkt ihr über dieses Thema?…… Das würde mich sehr interessieren 😉 Habt ihr in eurer Familie, in der Verwandtschaft oder in eurem Umfeld auch jemanden, der eine Behinderung hat?

In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch einen wunderbaren Start in den Tag

ganz liebe Grüße

Heike

 

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