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❤ Guten Morgen ihr lieben und netten Menschen ❤

„Und täglich grüßt das Murmeltier“

Wenn es dieses Zitat und den Filmtitel nicht schon geben würde….. Ich hätte den Satz jetzt gerade eben in diesem Moment erfunden *lächel*

Denn genau so ergeht es mir im Moment….. Denn ich sitze wieder hier, mit meinem Kaffee an meinem Laptop und tippsel eine weitere Erzählung, die da heute um ein Thema geht, wovon ich im Grunde genommen absolut keinerlei Ahnung habe.

Aber das hält mich trotz alledem nicht davon ab, warum auch?? Dafür bin ich zu sehr Bauchmensch und denke erst später darüber nach 😉 ob es Sinn gemacht hätte, ein anderes Thema zu wählen.

Wenn ich so recht überleg, geht es auch nicht so direkt um das Thema….. welches sich heute um den Fußball dreht……….. Ja, ihr habt richtig gelesen!!!! F-u-ß-b-a-l-l ….. 😉

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Eigentlich geht es mehr darum, dass ich mein Verständnis rund um den Fußball ins Aus getreten habe, ins Abseits oder einfach nur ins Fettnäpfchen geschossen habe. In ein riesig großes sogar 😉

Ich habe noch nie viel, um nicht zu sagen……… nichts von Fußball verstanden und gebe mir auch für den Rest meines Lebens keine großartige Chance, Wissen darüber zu erlernen. Einfach aus dem Grunde heraus, dass es mich ebenso im Grunde kaum eine Bohne interessiert, wofür mich jetzt die Männerwelt garantiert erschlagen würde, wüssten sie von meiner Einstellung *lächel*

Als ich noch in erster Ehe war…… mein Ex- Mann war und ist immer noch ein Fußball- Narr. Der Samstag war ihm heilig und um 17:30 Uhr (?) saß er auf seinem, sich selbst angeeigneten Fernseh- Sessel und schaute gebannt auf den Bildschirm. Soweit ich mich daran erinnern kann, liefen einige Spiele der Bundesliga, von denen dann in der Sendung berichtet wurde, bereits am Freitag.

Wehe dem, der ihm dann bereits vorher schon eines der Ergebnisse verraten hätte….. Dann hätte die Spannung, die er bis dahin aufgebaut hatte, allen Sinn verloren……… wobei mir gerade die Frage nach der Verbindung: „Sinn machen und Fußball“ im Kopf umherschwirrt und verzweifelt nach einer sinn machenden Beantwortung sucht…….. Na, aber lassen wir die Frage = Frage bleiben und ich widme mich meiner weiteren Erzählung 😉

So lief es an jedem Samstag…… Alles musste mucksmäuschenstill sein, sogar die Kinder mussten leise beschäftigt werden, damit dem anderen, im Sessel sitzenden „Kinde“ nur ja nicht entgeht. Da war jedes Hüsteln eines Spielkommentators plötzlich „bedeutungsschwanger“ und musste analysiert werden.

Zu besonderen Zeiten, wie Champions League und WM glich das Wohnzimmer einer Festung, in das wir nur noch zu „Fußballpausen“ eintreten durften.

Ab und an habe ich mir dann aber doch den Spaß geleistet, sonst wäre ich nicht ich gewesen *lächel* …… und habe „dumme Fragen“ gestellt.

Wohl dosiert, sonst hätte es mich bestimmt irgendwann meinen Kopf gekostet *lach* aber ich fragte dann hin und wieder, warum jetzt der Schiedsrichter das nun als Foul gewertet hat. Der Spieler, der sich da angeblich verletzt hat und sich nun auf dem Rasen windet, hat sich doch extra in die Beine seines Gegenspielers fallen lassen……..

Dabei stellt er sich nun an, als wäre er von der Straßenbahn überrollt worden……… einfach nur kindisch fand und finde ich ein solches Verhalten immer noch! Heißt es jetzt in diesem Falle dann nun: „das Kind im Manne“ oder doch nicht vielleicht „Mann= Kind“ ??

Ihr merkt es schon, nicht wahr? Ich und Fußball….. Wir werden in diesem, meinem Leben nie Freundschaft schließen. Ich bin auch froh, dass mein jetziger Mann nicht ein solcher Fanatiker ist, wie der meiner ersten Ehe 😉

Um zu meiner eigentlichen Erzählung zu kommen, die sich vor etwa 6 Jahren zu getragen hat……. schweife ich nun in die Ferne. Nach Ägypten, genauer gesagt Kairo, wo mein jetziger Mann zu dem Zeitpunkt für einige Zeit gearbeitet hat.

Dort in Ägypten wird Fußball ganz groß zelebriert und bei fast jedem Spiel ist das große Stadion mehr oder weniger ausverkauft und die Straßen, welche auch an normalen Tagen mehr als voll sind…… Wenn ein Spiel stattfindet, ist für Stunden kaum noch ein Durchkommen.

Zu der Zeit, als mein Mann in Kairo gearbeitet hat, war zur gleichen Zeit ein recht bekannter, früherer deutscher Fußballspieler von Bayern München (glaube ich) dort Trainer für das ägyptische Fußballteam. Mein Mann und er kennen sich schon sehr lange und halten bis heute eine lockere Freundschaft zueinander. Man telefoniert ab und an und tauscht Neuigkeiten aus.

Ich, für meinen Teil, bin in der Zeit etwa 1 1/2 Jahre lang immer wieder gependelt zwischen Deutschland und Kairo. Als ich dann wieder mal dort war, rief der Freund meines Mannes an und wollte sich mit uns zum Essen verabreden und uns danach zu einem Spiel seiner Mannschaft einladen.

Mein Mann hat sich natürlich gefreut und sagte sogleich zu. Ich selbst habe mich mehr darauf gefreut, den Freund meines Mannes kennen zu lernen und ein entspanntes gemeinsames Essen in einem angesagten und neuen Fischrestaurant zu genießen. Der Besuch nachher im Stadion…… na, ok, ich dachte einfach…. Ich schau mal, wie denn so die Atmosphäre dort ist, wenn man live dabei sein kann.

Das Essen war dann auch sehr nett gewesen und der Freund meines Mannes entpuppte sich als wirklich netter Zeitgenosse ohne jegliche „Starallüren“. Danach gings dann per Auto zum Stadion, welches auch wirklich nur ein paar Straßen vom Restaurant entfernt war aber unendlich lange dauerte, da die Straßen mehr als überfüllt waren.

Dort irgendwann und endlich auch an unseren Sitzplätzen im Stadion angekommen……… ließ ich die Atmosphäre auf mich wirken. Es war wirklich etwas Besonderes und auch ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe.

Das Spiel wurde angepfiffen, mir wurde dann erklärt, dass die Mannschaft auf der linken Seite die „unsere“ ist, welcher dann zugejubelt werden sollte, wenn ein Tor fällt. Ok dachte ich, das bekomm ich noch gerade so hin………. Das mein Herz nicht für den Ballsport schlägt, das muss hier ja keiner wissen und ich wäre nicht „Frau“ gewesen, wenn ich das nicht „clever“ wie ich nun mal bin………. auch weiterhin geheim halten kann 😉

Ich beobachtete das Geschehen um mich herum und bemerkte, dass die Ägypter sich nicht anders wie die deutschen Fans verhalten und wie sich beim Sport doch die Geister ähneln…….. wie schön wäre dann doch die Welt, wenn es im normalen Miteinander ähnlich funktionieren könnte………. es gäbe keine Kriege mehr……

Während meiner Gedankenreise war dann plötzlich Halbzeit und Pause. Wir vertraten uns ein wenig die Beine im Stadion und setzten uns kurz vor der 2. Halbzeit wieder auf unsere Plätze.

Nun dachte ich, ich schaue zur Abwechslung mal mehr auf das Spielfeld, um nach dem Spiel doch vielleicht auch mal etwas sinnvolles zur späteren Spiel- Analyse beitragen zu können. Gesagt, getan……. Ich wusste ja, dass die Mannschaft links, die unsere war……….. und der Ball, der rollte und rollte und wurde von einem der Spieler ins Tor geschossen!! Huihhh, da sprang ich dann auf und jubelte……..

So, während ich noch begeistert: „ Tooor“ rief…………… währenddessen schaute ich rings um mich herum und sah, dass ich ganz alleine im Umkreis jubelte………. und dachte…… mmhh, ich weiß gar nicht so recht………. ich dachte gar nichts…….. ich versuchte im Bruchteil von Sekunden zu ergründen, warum sie mich alle verwirrt anstarrten…….

Ich begriff gar nichts mehr und setzte mich wieder hin und mein Mann fragte mich: „ Warum hast du dich jetzt eben so gefreut??“ und schaute mich genau wie alle anderen verständnislos an……….. „Na, warum wohl?“ meinte ich darauf hin mit meinem letzten Funken Offensivdenken………..

„Vielleicht, weil „unsere“ Mannschaft ein Tor geschossen  hat? Jubeln die Ägypter denn nicht, wenn ein Tor für ihre Mannschaft fällt?“ Ist das gegen die Etikette des Landes?“ …………. und merkte schon beim reden, dass ich mich immer weiter hinein redete, auch wenn ich nun auch gar nichts mehr begriff.

Aber ich erzählte euch ja bereits, dass mein Mund und mein Hirn zwei eigenständige Wesen sind, die zwar in einem Körper vereint aber doch rein gar nichts miteinander zu tun haben 😉

Tja, des Rätsels Lösung war nun diese:

Mir wurde dann erklärt, dass natürlich  die Ägypter ganz genauso wie wir……..und auch jedes andere Fußball- Fanvolk auf  der Welt……… ihrer Mannschaft zujubelt, wenn ein Tor fällt……….. aber………..

und darüber hat mich niemand aufgeklärt und ich habe auch nicht darauf geachtet, weil ich mit meinen Gedanken ganz woanders war………

Warum hat mir niemand gesagt, dass Fußballmannschaften nach der 1.Halbzeit die Plätze auf dem Spielfeld von links nach rechts tauschen? ………Also hab ich nun der falschen, also gegnerischen Mannschaft zugejubelt und das im ägyptischen Fanblock……… so was kann auch wirklich nur mir passieren! Wieder mal eine weitere Lehre in meiner Erfahrungskiste.

Was soll ich euch sagen? Ich hab`s überlebt und war froh als dieser Abend zu Ende war…..

Nun wünsche ich euch noch einen tollen Start in den heutigen Tag, der für mich auch mal wieder fußballfrei bleibt

liebe Grüße

Heike

 

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