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❤ Vergessenes Vergissmeinnicht ❤

Wieder einmal 5 Uhr in der Früh und es hält mich nichts mehr im Bett. In den letzten Monaten ging es mir schon oft so. Ich merke, wie meine Gedanken kreisen und ich bestimmte Dinge im Kopf habe, die sich im Laufe des Wachwerdens manifestieren. Und das passiert alles bevor ich so richtig wach bin; setzt sich dann wie aus einzelnen Fragmenten zusammen wie in einem Puzzlestück und ergeben dann ein Ganzes. Zeigen mir eine Richtung auf, bei der ich dann das Gefühl habe, ich muss es in eine Erzählung fassen, muss dem Ganzen ein Bild für meine Augen geben, es aufschreiben, damit ich es bloß nicht vergesse.

Ich denke ganz oft über mein Leben nach, über einschneidende Erlebnisse, schöne und auch unschöne Augenblicke, die an mich heran traten und vorbei zogen. Alles hatte und hat seinen Sinn gehabt. Die schönen Augenblicke für die Seele und die Zufriedenheit, von denen ich heute noch zehren kann, wenn ich es zulasse. Und wenn es dabei nur ein Schmunzeln ist, welches mir über die Lippen zieht und mich meine Gedanken noch einmal an diesen tollen Augenblick erinnern lassen. Die nicht so tollen Erlebnisse, bei denen ich heute feststelle, dass ich aus manchen dieser unschönen Begegnungen die Erfahrungswerte heraus gezogen habe und dass mir etwas solches nicht so schnell noch einmal passieren wird. Zumindest soweit ich es verhindern kann.

Ganz oft war es auch so, dass die schönen und unschönen Erlebnisse gepaart auf mich „nieder prasselten“. Ein schönes Erlebnis konnte einen leicht herben Beigeschmack enthalten, passt man dann nicht auf und trennt die beiden Ereignisse. Trennen und in die dafür vorgesehenen Schubladen des Gehirns ablegen bis zu den wiederkehrenden Gedanken daran in passenden Momenten.  

Gerade heute ist mal wieder einer von den Tagen, die undenkbar schlecht schon begonnen haben. Da brauche ich dann mal wieder eine ordentliche Portion positiver Erinnerungen, die mich in die richtige Richtung lenken und meinen Mund für den heutigen Tag nicht zum Schmollmund einfrieren.

 Mein erster Weg am Morgen ist der ins Bad. Von dort aus geht’s dann in die Küche und die Senseo- Maschine wird befüllt und angestellt, dabei stelle ich normaler Weise gleich als nächstes, die Kaffeetasse darunter. Die Kaffeetasse dann darunter zu stellen, vergaß ich, habe es auch zunächst nicht bemerkt.  So floss dann der gute Kaffee und das Zuviel der Auffangschale über den Schrank und tropfte munter zu Boden. Habe mir in der Zeit mein Brot gemacht.

Zum Frühstück mag ich keine Wurst, sondern wechsle zwischen den Marmeladensorten und Käse. Heute hatte ich Appetit auf Honig. Als ich das Brot dann fertig hatte, drehte ich mich um und sah das Kaffee- Dilemma. Tolle Verschwendung, dachte ich da nur und machte mich daran, alles aufzuwischen. Der nächste Kaffee lief dann auch dorthin, wo er hingehört, in eine Tasse. Drehte mich um und sah eine Wespe, die sich gestern vom Pflaumenkuchenduft in die Küche verirrt hatte und wohl doch nicht mehr heraus gefunden hat.

Ich mag Wespen nicht und Wespen, die sich an meinem Honigbrot- Frühstück genüsslich bedienen und sich sogar noch mit ihren pelzigen Leibern darauf setzen, erst recht nicht. Aber was soll`s? Das Einzige, was ich diesem behaarten Etwas entgegen setzen kann, ist meine Größe. Sie jedoch, ist um einiges flinker und hat noch dazu einen Stachel, der mir Respekt einflößt.

Also versuchte ich sie mit einem sanft schwingenden, Wind machendem Handtuch von meinem Brot weg zu pusten, ohne sie dabei in Angriffslust zu versetzen. Irgendwann kam ich auch in die Nähe des Brotes, nahm es, verstaute es in einen Beutel und warf es in den Bio- Abfall. Weiß nicht warum, aber da bin ich ziemlich empfindlich. Besonders wenn ich nur daran denke, was diese Wespe alles auf meinem Brot hinterlassen haben mag, kann ich es nicht mehr essen.

Bevor ich aber nun anfange, diesen Tag abzuschreiben, bevor er so richtig begonnen hat, hole ich mir einfach ein paar positive Gedanken in meinen Kopf.  

Letztes Wochenende hat z.B. mein kleiner Enkel mal wieder bei mir übernachtet und kurz vorm Einschlafen meinte er noch zu mir: „ Oma?“ „Ja?“ sagte ich und schaute zu ihm rüber: „ Oma? Ich mag dich“ „ Ja Leon, ich mag dich auch“. Bei diesen Worten wird mein „Oma- Herz“ ganz weich und auf meinem Mund klebt wieder dieses Schmunzeln, was sich auch nun, in diesem Moment wieder dort breit gemacht hat. Also kann ich nun, gut gerüstet und mit Elan in den heutigen Tag gehen.

Bin so froh, dass ich von positiven Erinnerungen so viele in meinen Gedanken habe. Manche ganz klein, kaum wahrnehmbar und doch so wertvoll. 😉 Gerade diese, scheinbaren Nebensächlichkeiten machen so viel aus und sollten nicht vergessen werden. Das Schönste daran ist, dass sie sich immer wieder neu auffüllen und mir jedes Mal von neuem Energie spenden, um den Tag mit einem Lächeln zu begehen. Diese positive Einstellung überträgt sich auch auf meine Ausstrahlung nach außen. Wenn diese dann lächelnder Weise in die Welt getragen wird, bekomme ich eben dieses auch wieder zurück. Es hilft zumindest ungemein bei den meisten Alltagssituationen.

Ist da nicht irgend einem heute Morgen ein Missgeschick mit seinem Kaffee passiert? Hatte da nicht irgend jemand Besuch von einer Wespe? Habe doch glatt den Namen von dem Menschen vergessen *lächel* 😉

Euch allen wünsche ich nun einen angenehmen und freudigen Start in den heutigen Tag mit ganz viel positiver Energie und glücklichen Momenten ❤

liebe Grüße

Heike

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