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❤ Kindermund tut Knaller kund ❤

Es gibt Kinder. Solche und solche.

Es gibt sie in allen Größen und Schattierungen. In allen Farben sieht man sie auf der Welt herum hüpfen. Von winzig, klein, groß, größer, am größten, ist alles vertreten. Eine bunte Mischung und doch haben sie eines gemeinsam. Riesige Kulleraugen, die die Herzen höher schlagen lassen und mütterliche Instinkte fast in einem jedem von uns erwecken. Dazu gepaart ein Mund, ein wahrer Tausendsassa, der sich innerhalb von Sekundenbruchteilen, selbst auch andersrum im Zeitlupentempo  zum Schmollmund oder auch Lach- und Plappermäulchen verziehen kann. Dabei wissen selbst die Kleinsten instinktiv um ihre Wirkung und treiben uns Mütter und andere Menschen in wahre Begeisterungsstürme.

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Ebenso gut und ebenso schnell können sie uns auch in die andere Richtung schieben und wir verfallen, nicht enden wollenden Verzweiflungstaten, wie >>Liebling, du schläfst heute auf der Couch. Die kleine Prinzessin schläft heute bei Mama im Elternbett << oder >> Schatz, fährst du bitte das Auto aus der Garage? Der kleine Schreiprinz schläft doch nur beim Autofahren ein. << Und so weiter und so fort …

Sie sind aber, unterm Strich betrachtet, allemal die besten Redner, wenn sie dann erst mal ihren Mund zum Sprechen gefunden haben. Ab diesem Zeitpunkt ist der  Mund dann nicht nur für Fläschchen- und Spielzeug- Aufnahme oder andere glucksende und brüllende Laute gut, sondern sie erfüllen jeden Raum und unser Herz mit dazu, mit ihrer eigenen, herzerfrischenden Logik, wie es nur Kinder können. Da kommt niemand gegen an, denn Kinder reden und denken zunächst vorbehaltlos und unverfälscht. Zumindest, bis dass man sie eines Besseren und manches Mal auch Schlechteren  belehren will.

Die Tage mal wieder irgendwo auf der Welt, in Deutschland, im Rheinland, bei mir zu Hause und so abgelaufen:

Mein größeres Kind, meine Tochter und Mama von Leon, mein kleiner Enkel Leon und ich sitzen zusammen im Wohnzimmer. Mein Enkel hat, leicht kränkelnd, ein paar Tage bei mir verbracht, da er nicht in den Kindergarten gehen konnte. Meine Tochter kommt von der Schule und hat ihre Schulunterlagen ausgepackt und auf dem Tisch ausgebreitet. Wir unterhalten uns:

>> Wie war es denn heute in der Schule? <<

>> Ach, da war es eigentlich recht gut Mama. Wir haben allerdings Hausaufgaben, müssen bis morgen einen Aufsatz schreiben. Über Nigeria, jedoch welches Themengebiet bleibt uns überlassen. Da weiß ich jetzt so rein gar nichts, worüber ich schreiben könnte. Hast du da nicht eine Ahnung, was auch interessant für den Aufsatz sein könnte? <<

Ich überlegte kurz und meinte:

>> Schreib doch über die Klimazonen, von denen fast alle vorhanden sind und gerade auch wieder ein aktuelles Thema in der Welt ist. Dazu und in der Verbindung könntest du dann noch ein wenig über die Nationalparks und die Artenvielfalt der Tiere dort schreiben. Tiere sind immer ein gutes Thema, das ist doch immer interessant. <<

>> Ja, das wäre eine Idee. Muss ich mal drüber nachdenken. <<

Mein kleiner Leon hat bis dahin ganz interessiert zugehört. Nun meldete er sich zu Wort in seiner Kindersprache, wobei schon die Aussprache an sich bei mir schon Lachgrollen im Mund bemerkbar machte und ich Mühe hatte, mein *lauthals drauf loslachen* zurück zu halten.

Leon:

>>Aber du darfst nicht über die Dinos schreiben. Die sind austorben und die gibt es nur im Seum. <<

Mama von Leon:

>>Ich schreibe auch nicht über die Dinos. Da hast du Recht, Die sind schon ausgestorben. Im Museum sind die ausgestellt, stimmt. <<

Leon:

>>Von dem Dino, da sind aber nur noch die Knochen ins Seum gekommen. Das sind die (und zeigte mit seinem Arm) mit so einem langen Hals und oben dann der Kopf dran und dann ging das mit dem Kopf nach unten *Swueetsch* in den Sand rein und dann konnte die niemand mehr sehen und so sind die ausstorben.

Mama von Leon:

>>So ganz stimmt das jetzt aber nicht Leon. Soll ich dir mal erzählen, wie die Dinosaurier ausgestorben sind? Das war nämlich so: Als die Dinos auf der Welt gelebt haben, waren noch keine Menschen da und da sind die dann ausgestorben, weil da plötzlich der Urknall kam. <<

 

Dieser besagte Urknall machte sich da nun ganz plötzlich in mir breit, stieg in mir hoch und ergoss sich in einem schallenden Lachanfall meinerseits. Unter Lachen erklärte ich meiner Tochter, dass ohne Urknall weder die Erdkugel noch irgendwelche Dinos überhaupt existiert hätten, sondern durch den Urknall überhaupt erst das Universum entstanden ist. Während dem ich noch lachend erklärte, bemerkte mein Töchterlein ihren Irrtum und meinte schnell: >> Ach nee, den meinte ich ja auch gar nicht, das rutschte mir nur so raus. Ich meinte natürlich die Eiszeit. Hatte das doch nur verwechselt. <<  Ja, ja, dachte ich … Dabei ist die Aussage mit der Eiszeit auch ebenso falsch, da die Dinosaurier und fast sämtliches andere Leben durch einen Kometeneinschlag ausstarben. Nur heraus gerutscht kann man da immer leicht sagen.

Aber das dachte ich auch nur einen ganz kurzen Moment. 😉 Denn hier hat es sich mal wieder bewahrheitet, dass meine Tochter von mir abstammen muss. Ich gestehe lachend, dass ich mich *schuldig* bekenne, im Sinne meiner eigenen missglückten Aussprüche und Anekdoten. Doch, wenn ich wirklich mal so nachdenke, merke ich mal wieder, dass das Leben selbst immer noch der beste Lieferant für humoristische Geschichten ist. Man muss nur genau zuhören und die Welt beobachten.

Hier noch ein paar Sprüche meines kleinen Leons, die ich mir notiert habe:

  • Ich bin total müde und kaputt und das war der Sandmann schuld. Der hat mich müde und kaputt gemacht.
  • Heute gab es im Kindergarten Nudeln mit Tomatensoße und als Nachtisch Pudding mit Mille (womit er Vanille meinte)
  • Seine ureigene Logik, als er von seinen Eltern abgeholt wurde: >> Ich will meine Schuhe nicht anziehen, denn dann muss ich ja laufen. Aber ich bin viel zu müde dazu.

 

Eine wunderbare Zeit, dieses Alter und sein Entdeckerdrang, was das Leben alles für ihn bereithält. Leon wird nächsten Monat 5. Ein kleiner Nimmerland- Entdecker- Pirat, der sich seine Welt so biegt, wie er sich wohlfühlt. Und das ist gut und richtig so. Das alltägliche Alltags- Leben erreicht ihn noch früh genug. ❤

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