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Wolkengebilde am Morgen 1

Ich möchte euch gerne etwas in eigener Sache erzählen. Nein, eher geht es in der Sache um mein Unterbewusstsein. Ja, das passt nun. Also, noch ganz frisch und verwirrt bemühen sich meine Finger um lesbare Schreibweise. Also seht zu, was ihr versteht und ich euch erzählen möchte:

Ich bin ein Traum. Nein. So dann doch nicht. Ich war ein Traum. Auch nicht. Mein Unterbewusstsein ist traumhaft. Schon  mal gar nicht. Ich habe einen Traum. Auch wenn ich schon mal vor mich hinträume, bin ich jetzt wahrhaftig und für den Moment wach. Ich hatte einen Traum klingt so abgedroschen und fade, als wenn mir ein Wunsch durch Nichterfüllung durch die Lappen gegangen wäre.

Moment! So langsam komme ich nun drauf. „I have a dream“. Komisch, das hat aber doch nun eher so ein berühmter Mensch mal zum Besten gegeben. Wie war nochmal sein Name? Dingsda oder so … Ach nein, oder doch ja- Martin Luther King, der die berühmte Rede am 28. August 1963 in Washington D.C. vor vielen Menschen gehalten hat. Ein großartiger Mensch, der für viele heute immer noch ein Idol ist. Da es aber nun mal Mr. Kings Traum war, kann es heute nicht der meine sein. Zumindest nicht der, von dem ich heute erzählen möchte.

Also nun wieder zurück zu mir.

Ich habe diese Nacht geträumt. Schon besser und noch besser:“ Mein Unterbewusstsein hat einen Traum geträumt. So kann ich das nun fast stehen lassen, glaube ich. Ich glaube aber nun auch, und das macht mir Kopfzerbrechen, dass mein Unterbewusstsein einen Knall hat, nicht mehr ganz zurechnungsfähig ist und ich befürchte, dass mein Unterbewusstsein nicht mehr über den nächsten Winter kommt. Was fällt meinem Unterbewusstsein eigentlich ein, mich so zu verwirren? Das Ding hat sie ja wohl nicht mehr alle! Das ist total GAGA! So was freches aber auch!

Wisst ihr, was ich nun glaube?

Ich glaube, mein „Rohrspatzengeschimpfe“ bringt mich da nun aber nicht weiter, muss ich feststellen und beruhige mich nun ganz langsam aber stetig wieder. Nun mache ich mir Sorgen, dass, wenn mein Unterbewusstsein den nächsten Gezeiten Zenit nicht übersteht, wie dann mein Bewusstsein, oder eher ich dann da stehe. So ohne dieses wichtige Dingsda. Hätte ich dann überhaupt noch eine Chance?  Würde mein Bewusstsein dann nur noch von Oberflächlichkeit übermannt und regiert? Ein fürchterlicher Gedanke, den ich jetzt nicht zu Ende denken möchte.

Ich wollte euch doch etwas erzählen, oder nicht? Ach ja, stimmt! Meinen Traum. Habt ihr auch schon mal Träume? Also, träumt ihr auch? So im Schlaf und so? Da sind wir ja schon mal viele, denke ich. Träume haben ja manchmal so etwas Unwirkliches und doch reales an und in sich. Da wird man plötzlich wach und hat geträumt. Dann fühlt es sich noch so wirklich an, als wäre es tatsächlich passiert. Nicht immer sind es schöne oder traurige Träume. Manchmal sind es auch verrückte Träume. Träume spiegeln die Gedanken des Unterbewusstseins wider. Das Unterbewusstsein ist praktisch ein Wiederkäuer unserer Erlebnisse, die noch nicht verarbeitet sind und noch in die Vorrats- Schubladen- Kammer unseres Gedankenguts unter dem passenden Buchstaben abgelegt werden müssen. Dabei benutzt das Unterbewusstsein nicht die Wirklichkeit, sondern bedient sich der Darstellungs- Gebilde, wie es lustig ist. Es bedient sich an Phantasie- Geschöpfen und irrealen, komisch angehafteten Situationsabläufen und doch hat alles seinen Sinn und Zweck und landet letztendlich in der richtigen Schublade, bereit zum Abruf unseres Bewusstseins, wenn der Lebensmoment diese Dinge braucht. So ist das mit dem Traum und dem Träumen.

Der meine Traum war auch ein ganz seltsamer und ich weiß nichts so richtig damit anzufangen. Ich träumte, dass ich über eine wunderschöne Blumenwiese dahinschlenderte und den Sonnenschein genoss. Ich fühlte mich recht wohl, innen wie außen. Dann wollte ich etwas besonders Schönes aufnehmen, auf Film bannen mit meiner Kamera. Wie die Kamera plötzlich in meine Hände gekommen ist, fragt nicht. Ich weiß es nicht. Also ich schaltete die Kamera an und drückte auf  Aufnahme und ließ die Kamera vor Schreck fallen, weil sie urplötzlich anfing zu brennen. Das Feuer ging sofort wieder aus und ich versuchte es wieder  mit dem gleichen Ergebnis. Da habe ich die Kamera liegen lassen, denn ich traute mich nun noch nicht mal mehr, sie anzufassen und lief weg um Hilfe zu holen. In dem Moment wachte ich dann plötzlich auf.

Gedanken mache ich mir nun langsam um meine Kamera. Ob ich mich schon mal damit beschäftigen soll, mir bald eine neue zuzulegen, weil die „alte“ bald den Geist aufgibt? Wir werden sehen und ich warte besser zunächst ab, was geschieht, denn zu spontan handeln ist auch nicht immer gut. Also abspeichern im Hinterstübchen, damit ich später, wenn es dann wirklich eintreffen sollte, behaupten kann:“ Ich hab`s gewusst.“

Apropos Traum.

Mein Enkel war ja gestern auch wieder bezaubernd traumhaft. So wie Enkel und Kleinkinder manchmal so sind. Wir waren einkaufen im großen „Ich habe alles“ Einkaufs-Center. Wir, heißt, die Eltern von Leon, der kleine Traumprinz und meine Wenigkeit. Leon hatte gleich zu Beginn und noch vor den Pforten des Centers beschlossen: „ Du Mama, gehst mit dem Papa! Dann seid ihr nicht alleine! Und die Oma nimmt mich mit zum Einkaufen!“  Ich meinte darauf hin: „Leon, vielleicht ist es auch andersrum. Nicht ich nehme dich mit, sondern du nimmst die Oma mit?“ Darauf meinte Leon entrüstet: „Nein, Oma! Das geht nicht, denn ich bin ja ein Kind und Kinder dürfen das noch nicht! Du bist groß und ich muss mit dir einkaufen kommen. Dann darf ich auch einkaufen“ Tja, wo der Kleine schon wieder mal Recht hat. Ist schon ein schlaues Kerlchen der Leon. Mit seinen 5 Jahren ist er noch nicht mal geschäftsfähig, aber allemal geschäftstüchtig. Besonders mit seinen traumhaft logischen Kinderwelt- Erklärungen.

Ein Ü-Ei durfte dann auch gleich zu Anfang unseres Marathons zwischen den Verkaufsregalen nicht fehlen. Leon wollte dann auch unbedingt  vorne in den Einkaufswagen, nicht in den Kindersitz und versprach, so ruhig es geht, sitzen zu bleiben. Er baute mit den Dingen, die in den Wagen befördert wurden, Lebensmitteleinkaufs- Türme und hatte den alleinigen Spaß dabei gepachtet. Das Paket Hühnereier hat in ihrem Leben wohl noch nie so viel Aufmerksamkeit genossen, wie während dieser Fahrt von mir, glaube ich ganz sicher. Trotz meiner Bitte an Leon, das Ü-Ei vorsichtig zu behandeln, damit es nicht bricht, hat das Schokoladenei seine letzte Fahrt auf dem Einkaufsband in Krümeln genossen und die Kassiererin musste dann den Putzlappen schwingen, um das Band wieder sauber zu wischen.

Ich meinte zu Leon:“ Du, ich habe dir aber doch gesagt, du solltest aufpassen. Nun ist das Ei kaputt, schade. „Ich war das nicht“ sagte Leon. „Aber sicher musst du das gewesen sein. Ich habe nicht in dem Einkaufswagen gesessen. Wer soll es denn sonst nun gewesen sein?“  Er zog die Schultern hoch, so, dass die Schultern beinahe seine Ohrläppchen berührten. Innerlich musste ich ja doch schmunzeln, mit welcher Routine er diesen Satz „Ich war das nicht“ schon beherrscht. „Das kann höchstens sein, dass sich mein Popo da drauf gesetzt hat. Ja, so kann das gewesen sein.“ Na gut, so haben wir nun wohl auch die Erklärung über die Schokoscherben des Ü-Ei`s

Apropos Erklärungen. Ich erkläre euch nun:“ Ich bin fertig mit meinem heutigen Erguss und gehe nun zum Wunsch über.

Ich wünsche euch einen wunderbaren und tollen Beginn des Wochenendes und lasst euch eines gesagt  sein: Pflegt euer Unterbewusstsein, damit es euch nicht irgendwann im Regen stehen lässt. Lasst es auch mal verrückte Träume träumen. Das ist wie Backpulver im Kuchen, wie Salz in der Suppe, eine kleine feine Würze im Leben und manchmal ganz schön „GAGA“

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