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Ich denke, ich bin ein Mensch,

der noch lange nicht am Ziel, am Wegesende angekommen ist. Da ist noch so viel „liegengebliebenes, unvollendetes, unerreichtes am Wegrand, was noch bearbeitet, geformt und vollbracht werden sollte. Wenn ich es recht in meinen Gedankenträumereien betrachte, beruhigt es mich ungemein, so spüre ich doch, dass ich mich nicht unnütz im Leben bewege, sondern, dass ich mein Leben bewege; meinem Dasein einen Sinn gebe. Etwas tun, nur nicht rasten und dabei hoffen, dass mir mein Badezimmerspiegel nicht irgendwann die rote Karte zeigt. Ich brauche mich und mein Leben noch ein großes Weilchen um Spuren hinterlassen zu können, welches die Erfüllung ist, der große Traum vom Leben, Lieben, Sein.

Ängstlich und verstohlen beobachte ich meinen Mut von der Seite.

Ganz vorsichtig, damit er nicht merkt, dass ich da bin. Denke, bin das wirklich ich, die da spricht … bin das wirklich ich, die da handelt, wie ich mich nie getraut habe, zu handeln? Tatsächlich und wahrhaftig. Unwillkürlich spüre ich bei diesen Fragen ein winziges Lächeln in den Mundwinkeln.

Ganz langsam trete ich ein wenig näher und staune, wie einfach das doch ist.

Habe ich mir im Leben nicht schon so oft gewünscht, ich wäre die Person, die da ganz souverän ihr Leben lebt? Die da, die mit hocherhabenem und klugem Kopf alles meistert, jede Hürde mit Leichtigkeit nimmt und danach immer noch gerade steht mit einem Lächeln im Gesicht? Die da, die vom Leben geliebt und geachtet wird? Die da, die von ihren Mitmenschen in ihrem Kopf und darum herum mit Achtung empfangen wird? Die da, die alles erreicht ohne großen und größeren Aufwand. Einfach so, weil eben die da so ist, wie sie ist.

Es ist mir eine Freude, dass ich die da, die vom Leben einfach so geliebt wird, nicht bin. Ich bin nur ein Mensch, der manches Mal den kleinen und den größeren Mut sucht in einer Kiste, voll mit einsamen Socken, die ihren Partner beim letzten Waschgang verloren haben. Und wer diese Kiste kennt, weiß wie schwierig es ist, dort überhaupt etwas zu finden.

Wenn dann mein Mut mal wieder unauffindbar ist, schaltet sich bei mir die Automatik ein und mein Bauch diktiert meinen Gedanken, was ich zu tun und zu lassen habe. Mein Bauch lässt sich von meinem Herz beraten und ich merke immer mehr, dass die beiden echt ein tolles Team abgeben. Mein Verstand wird dabei erst befragt, wenn alles andere nicht funktioniert. So geht das ständig, tagein, tagaus innen in mir drin und aus dem >>Denn sie wissen nicht, was sie tun<< ist ein >>Sie werden das Ding schon meistern<< geworden.

Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass der Anfang dieser Erzählung bereits seit über drei Wochen vor sich hindümpelt mit ein paar wenigen Sätzen? Nein? Tut sie aber!

Keine Zeit, keine Rast und nicht zuletzt war meine Muse auch nicht vor Ort. Mein schlechtes Gewissen, in den letzten Monaten so wenig geschrieben, eher noch gar nicht geschrieben habe, plagt mich ganz schön und zu schreiben fehlt mir so sehr. Nicht, dass ich gar nichts schreiben würde! Termine notieren, Anmerkungen zu den geleisteten Terminen, Dokumentationen der Termine und auch Einkaufszettel, die schreibe ich sehr wohl. Aber so wirklich befriedigend empfindet es mein Inneres Ich wohl kaum.

Obwohl, jedoch fällt mir gerade so siedend heiß ein, dass ich doch noch mehr schreibe, noch viel mehr!

Man glaubt es kaum: Über Gene und Vererbung, Evolutionstheorien und die, die es mal sein möchten; über Erbsenpflanzen und deren Kreuzung; englische Grammatik- Übungen; Mathematische Berechnungen, lineare und quadratische Gleichungen, Geschichte und noch einiges mehr. Und das alles nur, weil es mein Herz und mein Bauch das so beschlossen haben! Na gut, mein Verstand ist dann der Form und Achtung halber auch noch zuletzt befragt worden, um sich Absolution einzuholen.

Wer es bis jetzt noch nicht erlesen hat, dem erzähle ich nun, was es damit auf sich hat *lächel*

Ich habe mich vor etwa drei Monaten für die „Externen-  Prüfung“ angemeldet, um einen weiteren Schulabschluss zu erlangen, den ich für eine weitere Ausbildung, die 3. Ausbildung in meinem Leben, benötige. Für diese Prüfung muss ich mich vorbereiten im Selbststudium. Die einzige Hilfe ist, dass ich neben der Arbeit wöchentlich noch zwei Mal eine Nachhilfeschule für die Prüfungsvorbereitung besuche, zumindest für die Fächer Englisch- Grammatik und Mathematik.

Dieser Abschluss ist die Zugangsvoraussetzung für die Aufnahme in die HEP- Schule, an der man eine Ausbildung zum/ zur Heilerziehungspfleger/-in absolvieren kann. Da ich seit mehr als zwei Jahren in diesem Beruf als Assistenzkraft arbeite, bietet sich diese Ausbildung mehr als an. Die Arbeit macht mir Riesenspaß und beinhaltet all das, was meine Fähigkeiten am ehesten zur Entfaltung bringt. Den Menschen zu helfen, sie zu unterstützen ihr Leben zu leben und ihre inneren und äußeren Kräfte mobilisieren, sie in ihrem oft schweren Alltag zu begleiten. Das ist das Meine und das möchte ich tun! Da kann und bin ich am liebsten ich, da darf ich es sein!

Den Platz an der Schule habe ich bereits in einem Auswahlverfahren erreicht und das obwohl ich die Externen Prüfung noch nicht erfolgreich abgeschlossen habe *lächel* Ein besonderes Lob an mein Ego habe ich dabei empfunden und der Ansporn für den Prüfungserfolg ist mindestens um das Doppelte gewachsen! Nun habe ich vergangene Woche bereits die schriftliche Bio- Prüfung hinter mich gebracht. In der kommenden Woche folgen dann Deutsch und Englisch und in der darauf liegenden Woche Mathe. Im Juli sind noch mündlichen Prüfungen angesetzt und dann weiß ich, ob ich es geschafft habe.

Warum ich mir das alles noch antue, obwohl ich doch bereits schon zwei erfolgreich bestandene Ausbildungen hinter mir habe? Einfach, weil mein Herz, zusammen mit meinem Bauch es so beschlossen haben, mein Verstand hat wohlwollend genickt und weil ein jeder Mensch nie aufhört mit dem Lernen, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Vor allem aber, weil ich es mag, das Leben zu leben. Nicht immer war das so, wenn ich auf meine bereits erlebten Jahre zurückblicke, wie ihr wisst, wenn ihr einige andere Erzählungen von mir gelesen habt.

Es geht im Leben nie darum, zu denken, was man hätte tun oder lassen können… Es geht im Leben immer darum, den ersten Schritt zu tun um sich Wünsche und Träume zu erfüllen. Der Weg ist das Ziel sagte schon der weise Konfuzius. Wie recht er doch hat!

Übrigens hat mir vor gar nicht allzu langer Zeit mein Enkelschatz ein tolles Geschenk gemacht! *lächel* Als er mit seiner Mama zu einem Überraschungsbesuch kam, sagte er:“ Oma, ich habe dir etwas ganz Tolles gebastelt! Das kannst du sehr gut gebrauchen, weil du ja immer so viel schreiben musst!“ Dann legte er mir ein selbst kreiertes und gebasteltes Notizbuch vor, auf dem er auch noch eine Widmung geschrieben hat … übersetzt soll es heißen: Oma Heike, ich liebe dich“

Ist das nicht ein tolles Geschenk?!

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Mein Herz hat es allemal erreicht und zum Hüpfen gebracht ❤

Da heute auch einer der Tage aller Tage ist, allen Müttern und Omas, allen Ur- und Ur-Ur- Omas einen tollen und harmonischen Muttertag! Alles Gute und Liebe im Kreis eurer Familien mit vielen Verwöhn- Einheiten rund um das leibliche und das Herzenswohl! Das wünsche ich euch von ganzem Herzen ❤

 

 

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